Depot und Studiensaal für das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

Käthe Kollwitz (1867 – 1945) ist wohl eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen. Sie schuf einzigartige Kunstwerke, die sich mit Krieg und sozialer Ungerechtigkeit auseinandersetzten. Darüber hinaus waren ihre Themen vor allem die Beziehung zwischen Mutter und Kind, das Alter und der Tod. Über 50 Jahre lebte und arbeitet die Künstlerin in Berlin.

 

Das 1986 gegründete Käthe-Kollwitz-Museum Berlin dankt den Grundstock seiner Sammlung dem Berliner Maler, Sammler und Antiquar Hans Pels-Leusden, der seine Kollwitz-Sammlung von über 100 grafischen Werken dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin stiftete. Darunter ein frühes Selbstbildnis von 1888/89, das einzige, auf welchem sie lacht. Es entstand noch in ihrer Studienzeit und ist eines der herausragenden Werke der Sammlung. Inzwischen umfasst die Sammlung 300 Blatt Zeichnungen und Grafik. Mehr als 40 Werke davon hat der Verein der Freunde des Käthe-Kollwitz-Museums inzwischen erworben.

 

Die Dauerausstellung zeigt auf vier Etagen bekannte und weniger bekannte Zeichnungen, Grafiken und Plastiken. Eine Audioführung, die auch via Smartphone nutzbar ist, vertieft die Präsentation. Eine Fotogalerie im Erdgeschoss führt in das Berlin der Käthe Kollwitz ein. Regelmäßig setzt das Museum Impulse für einen zeitgemäßen Dialog über Käthe Kollwitz – ihrem Werk und ihren Themen gleichermaßen: Schülerprojekte, Führungen, Veranstaltungen. Eine besondere Reihe sind die Sonderausstellungen „Im Dialog mit Käthe Kollwitz“.

Mit Hilfe der HERMANN REEMTSMA Stiftung erhält das Museum erstmalig ein museumseigenes Depot mit Studiensaal. Das Besondere besteht darin, dass hierfür ein 23 qm großer Raum innerhalb des Ausstellungsrundganges umgebaut wird und Depot und Studiensaal eine „gläserne“ Tür erhalten. Die Sammlung und ihre Schutzbedürftigkeit insbesondere vor Licht, Staub und Diebstahl wird dem Besucher im Rahmen des Ausstellungsrundganges vermittelt.

 

Nach vorheriger Anmeldung und unter Aufsicht können Besucher gezielt einzelne Werke im Original aus dem gerade nicht präsentierten Bestand der Sammlung ansehen.

Beteiligte Institutionen