„Chor der Heuschrecken I“ von Rebecca Horn

Restaurierung zeitgenössischer Kunst

Die 1991 entstandene kinetische Installation „Chor der Heuschrecken I“ von Rebecca Horn ist aus kunsthistorischer Sicht ein bedeutendes Werk der Sammlung der Hamburger Kunsthalle und zugleich ein besonderer Anziehungspunkt und damit Publikumsliebling der Besucher. Sie besteht aus 35 auf dem Kopf hängenden Schreibmaschinen, deren Tasten mittels Hubmagneten in Bewegung gebracht werden. Mithilfe von Motoren werden zudem Kippbewegungen der Maschinen sowie „dirigierende“ Bewegungen eines auf den Boden gerichteten Blindenstocks erzeugt. Damit ergibt sich ein „Konzert“ von Bewegungen und Geräuschen, welches eine besondere Atmosphäre schafft.

 

Die kinetische Arbeit erfordert ein hohes Maß an Wartung und Pflege und stellt die Restauratoren mit ihrer Komplexität in Materialität, Technik und Elektronik vor besondere Herausforderungen. Aus konservatorischen Gründen wurde sie 2009 abgebaut und befindet sich seither in der Restaurierung der Galerie der Gegenwart.

Während der Modernisierung und Depotsanierung der Hamburger Kunsthalle ermöglichte die Wüstenrot Stiftung die Konservierung und Restaurierung der Installation. Das Projekt stellte für die Stiftung eine herausragende restaurierungs-wissenschaftliche, restaurierungs-ethische und damit auch kunsthistorische Herausforderung dar. Deshalb war sie sehr froh, dass die Hamburger Kunsthalle sich dieser Herausforderung mit so großem Engagement stellt.

Beteiligte Institutionen