Die universitäre Sammlung als lebendes Archiv

„Vernetzen – Erschließen – Forschen: Allianz für universitäre Sammlungen“ – so lautete die Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, auf die sich das Verbundprojekt „Die universitäre Sammlung als lebendes Archiv – Lehre und Forschung im Spannungsfeld von Materialität und Medialität“ erfolgreich bewarb. Die einleitenden Stichworte fassen die Anliegen des auf drei Jahre konzipierten Vorhabens prägnant zusammen, denn es vereint mehrere Institute und Institutionen der Goethe-Universität sowie museale Kooperationspartner in Frankfurt am Main und Mainz, um Sammlungsbestände nach wissenschaftlichen Maßstäben aufzubereiten und einem breitgefächerten Nutzerkreis in digitaler Form zugänglich zu machen.

Für Objekte in den Sammlungsbeständen des Instituts für Archäologische Wissenschaften sind teilweise noch grundlegende Erschließungsarbeiten notwendig (Inventarisierung, Restaurierung, Erfassung in Datenbanken), bevor mit der Erstellung von 2D- und 3D-Digitalisaten begonnen werden kann. Im Rahmen des Projekts werden exemplarisch die Sammlungsbestandteile aufbereitet, die sich in besonderem Maße für Lehr- und Forschungsfragen eignen und daher für zu entwickelnde eLearning-Module und für die Internetpräsenz relevant sind. Dazu zählen ca. 430 altorientalische Siegelabrollungen und Stempelabdrücke, etwa 120 iranische Bronzeobjekte, 1.000 Fotografien und 400 Gipsabgüsse von Münzen aus kleinasiatischen Prägestätten sowie 500 repräsentative Objekte der prähistorischen Lehrsammlung.

Beteiligte Institutionen