162 altdeutsche Bildtafeln für den Mittleren Westen

162 Bildtafeln benötigte der süddeutsche Maler Heinrich Füllmaurer
(ca. 1500-1548) um das Leben Christi zu erzählen und durch Inschriftenkartuschen zu erläutern. Die Texte stammen aus der Lutherbibel und viele Details, wie etwa der im Ordensgewand auftretende Satan, belegen, dass es sich um ein reformatorisches Bildwerk handelt. Gestaltet wie ein mittelalterlicher Wandelaltar war es nicht Teil einer Kirchenausstattung, sondern ein religiöses Ziermöbel, eine monumentale Bilderbibel im Gothaer Schloss Friedenstein. Von dort aus soll das „bilderreichste Werk der altdeutschen Malerei“ seine Reise nach Minneapolis antreten und in der großen Reformationssusstellung „Here I stand“ die Bildsprache der deutschen Reformation repräsentieren. Die Ausstellung wird vom 30. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 im Minneapolis Institute of Arts zu sehen sein.

Ohne Restaurierung ist der aufwendige Transport in die USA nicht möglich. Durch seine Wiederbelebung gelangt der „Gothaer Tafelaltar“ zwar nicht vom Depot in die Schausammlung. Aber seine Bilderwelt kann so im Mittleren Westen der USA, den deutsche Auswanderer und lutherische Wurzeln prägen, ein neues und vorher unerreichbares Publikum finden. Hier können Sie in den Flyer zur Ausstellungen schauen: Here I Stand – Luther-Ausstellungen USA 2016 .

 

Angaben zum Gothaer Tafelaltar: Mischtechnik auf Tannenholz, 201 x 252 cm (Mittelteil mit Rahmen), 98 x 104 cm (große Flügel) und 49 x 48 cm (kleine Flügel), Inv.-Nr. SG 5

 

 

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