Goldener Glanz für die Goldene Tafel

Die Goldene Tafel aus der ehemaligen Benediktinerabteikirche in Lüneburg ist eines der größten Flügelretabel aus der Zeit um 1400. Seit dem 19. Jahrhundert zählt das monumentale Altarwerk zu den Spitzenstücken der Mittelalterabteilung des Landesmuseums Hannover. Bereits damals war eine Konservierung und Restaurierung dringend nötig.  Nun wurden nach sorgfältigen Voruntersuchungen dafür ca. zweieinhalb Jahre Arbeitszeit veranschlagt. Danach kommt es zu einer Neuaufstellung des seit Jahren nicht mehr sichtbaren Altarwerks und zu einer Wiederbegegnung mit dem Publikum.

Die beidseitig dekorierten Außen- und Innenflügelpaare des zweifach wandelbaren Retabels, zeigt im geschlossenen Zustand als monumentale Einzelszenen die Kreuzigung Christi und deren alttestamentlichen Typus, die Aufrichtung der Ehernen Schlange. Öffnet man die Außenflügel, so erzählt ein auf den Innenseiten der Außenflügel und den Außenseiten der Innenflügel angebrachter Bilderzyklus in 36 Szenen das Leben Christi und Mariens. Bei der zweiten Wandlung schließlich kommt in feiner Rangabstufung der Gattungen die Skulptur zum Vorschein. Die in zwei Register gegliederten Innenseiten der Innenflügel nehmen 20 aus Eichenholz geschnitzte Statuetten von Heiligen ein.

Beteiligte Institutionen