Das Porträt Maries, Herzogin von Braunschweig-Oels, z. Zt. im Schlossmuseum Braunschweig

Die „Diakonische Galerie“ dokumentiert die Geschichte der evangelisch-lutherischen Diakonissenanstalt Marienstift und beherbergt das „Porträt der Marie Prinzessin von Baden Herzogin von Braunschweig-Oels mit Kind“, der Namensgeberin des Krankenhauses.

 

Dieses Porträt der Ehefrau Friedrich Wilhelms (des „Schwarzen Herzogs“) entstand vermutlich nach der Geburt ihres ersten Sohnes Karl, der im Oktober 1804 zur Welt gekommen war. Er war das erste Enkelkind des damals regierenden Herzogs Carl Wilhelm Ferdinand und man sah in ihm den Hoffnungsträger des Herzogtums. Dass es anders kam und er als ungeliebter Herzog 1830 fliehen musste, erlebte seine Mutter Marie nicht mehr. Sie starb im Alter von 25 Jahren 1808, nachdem ihr drittes Kind, ein Mädchen, tot zur Welt gekommen war. Trotz ihres spannenden Lebens, das durch ihre Söhne Karl und Wilhelm starken Einfluss auf die Geschichte Braunschweigs hatte, ist Marie heute kaum bekannt.

Die Richard Borek Stiftung ermöglichte 2015 die konservatorische und restauratorische Bearbeitung des Gemäldes. Diese beinhaltete vorrangig die Konsolidierung der gefährdeten Bildschichten, eine Abnahme des Oberflächenschmutzes sowie Kittung und Retusche. Präventivmaßnahmen wie Rückseitenschutz, Falz auskleiden und sachgerechte Einrahmung – unscheinbar und dennoch unbedingt nötig – helfen, dieses Kunstwerk auch für die Zukunft zu bewahren.

 

Die Restaurierungsmaßnahmen ihres Porträts ermöglichen nun eine erstmalige öffentliche Präsentation des Gemäldes im Rahmen der Ausstellung „Marie! Die Frau des Schwarzen Herzogs“ im Schlossmuseum Braunschweig seit dem 26. Juni 2015.

Beteiligte Institutionen